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NEUBAU INVALIDENSTRASSE 5 

Lage: Ber­lin
Zeit­raum: 2020 bis 2023
Kate­go­rie: Neu­bau | Schlüs­sel­fer­tig­bau
Auf­trag­ge­ber: Inva­li­den­straße 5 GRAFT Design­haus GmbH Krü­cke­berg, Putz, Wil­le­meit GbR Ber­lin
Flä­che: 1.370 m²

Für die GRAFT Archi­tek­ten wurde in der Inva­li­den­straße 5 in Ber­lin-Mitte ein Wohn- und Geschäfts­haus inkl. Tief­ga­rage und Außen­an­la­gen errich­tet. Das 1.370 m² große Grund­stück liegt unmit­tel­bar im Kreu­zungs­be­reich der Inva­li­den­straße mit der Acker­straße. Das Gebäude besteht aus einem Erd­ge­schoss, 5 Voll­ge­schosse, einem Staf­fel- sowie einem Unter­ge­schoss. Auf den sechs Geschos­sen des soge­nann­ten “Graft­Lab” ver­tei­len sich die Büro­flä­chen des Archi­tek­tur­bü­ros GRAFT, wei­tere Büro­ge­mein­schaf­ten aus der Archi­tek­tur- und Krea­tiv­szene, Gewer­be­ein­hei­ten und meh­rere Wohnungen.

In dem Erd­ge­schoss sind Gewer­be­ein­hei­ten vor­ge­se­hen, wel­che sowohl über die Inva­li­den­straße als auch die anlie­gende Acker­straße zugäng­lich sind. Die Büro­ge­schosse erstre­cken sich vom EG bis ins 4. Ober­ge­schoss. In den unte­ren Büro­ge­schos­sen befin­det sich der neue Ber­li­ner Fir­men­sitz der GRAFT Gesell­schaft von Archi­tek­ten mbH. Funk­ti­ons­räume wie Tee­kü­chen, Toi­let­ten, Tele­fon­ka­bi­nen und Abstell- sowie Ser­ver-räume ori­en­tie­ren sich in allen Büro­ge­schos­sen an der öst­li­chen Gie­bel­wand. In den vier Büro­ge­schos­sen ent­ste­hen moderne Arbeits­wel­ten mit zahl­rei­chen Bespre­chungs­räu­men für unter­schied­li­che Team­grö­ßen und Nut­zungs­an­for­de­run­gen. Trans­pa­rente Glas­trenn­wände struk­tu­rie­ren die Flä­chen und schaf­fen eine offene, licht­durch­flu­tete Atmosphäre. 

Im 3. und 4. OG ist neben den Büro­flä­chen jeweils eine Wohn­ein­heit zwi­schen Stra­ßen- und Hof­fas­sade ange­ord­net. Im 5. und 6. OG (Dach­ge­schoss) wer­den drei Mai­so­nette-Woh­nun­gen, jeweils über eine interne Treppe über beide Ebe­nen ver­bun­den. Zusätz­lich wur­den im 5. OG drei wei­tere klei­nere Wohn­ein­hei­ten (Stu­dios) ausgebildet.

Das Trag­werk wurde als mono­li­thi­sche Stahl­be­ton­kon­struk­tion in Ske­lett­bau­weise aus­ge­führt. Die Gie­bel­wand zum Bestands­ge­bäude ent­stand über­wie­gend aus Hohl­wand­ele­men­ten. Die Fas­sade wurde als Pfos­ten-Rie­gel-Alu­mi­nium-Glas­kon­struk­tion mit hin­ter­lüf­te­ten Alu­mi­ni­um­blech­ver­klei­dun­gen rea­li­siert. Die hohe Trans­pa­renz der Außen­hülle ermög­licht auch bei tie­fen Grund­ris­sen eine natür­li­che Belich­tung und leis­tet damit einen nach­hal­ti­gen Bei­trag zum Ener­gie­haus­halt. An den Gie­bel­sei­ten erhiel­ten die Außen­wände ein Wärmedämmverbundsystem.

Die Grün­dung erfolgte als Flach­grün­dung. Das Unter­ge­schoss wurde als Weiße Wanne aus­ge­bil­det. Das Trep­pen­haus ent­stand als durch­gän­gige Stahl­be­ton­kon­struk­tion und wurde in einem Zuge vom Unter­ge­schoss über alle Eta­gen bis in das Dach­ge­schoss geführt.

Die Groß­raum­bü­ros bie­ten auf allen Ebe­nen einen Aus­tritt ins Freie. Zusätz­li­che Innen­trep­pen und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­flä­chen ver­schmel­zen die drei Büro­ebe­nen zu einer Ein­heit bei maxi­ma­ler Flexibilität.

In den Räu­men kamen groß­flä­chige Sich­te­strich- und Sicht­be­ton­flä­chen zur Aus­füh­rung. Die Wände und Böden im Kon­fe­renz­be­reich im 4. OG wur­den mit einer PU-Beschich­tung ver­se­hen. Diese Mee­ting- und Bespre­chungs­räume kön­nen durch mobile Trenn­wand­sys­teme und einer groß­for­ma­ti­gen Pivot­tür (Tür­blatt-Abmes­sung: ca. 2,20 m/ 3,00 m) räum­lich fle­xi­bel getrennt werden.

Der Innen­aus­bau der Büros und der Woh­nun­gen wird gestal­te­risch auf das Gebäude zuge­schnit­ten. Alle Woh­nun­gen ver­fü­gen eben­falls über meh­rere Aus­tritte ins Freie.

Die Bal­kone des Gebäu­des sind fest in die Fas­sa­den­ge­stal­tung inte­griert und gehen direkt aus den Grund­ris­sen der Innen­räume her­vor. Sie schaf­fen flie­ßende Über­gänge zwi­schen den Innen­be­rei­chen und den Außen­flä­chen. Durch die abge­stuf­ten Vor- und Rück­sprünge der Fas­sade ent­steht eine dyna­mi­sche, geglie­derte Außen­an­sicht, die den Bewoh­nern zugleich Rück­zugs­mög­lich­kei­ten und Pri­vat­sphäre bie­tet. Die viel­fäl­tige Aus­for­mung der Bal­kone und der Fas­sa­den­kon­tu­ren betont den L‑förmigen Bau­kör­per als mar­kan­tes, moder­nes Gebäude, das sich har­mo­nisch zwi­schen beleb­ter Stra­ßen­seite und ruhi­gem Innen­hof einfügt.

Jede Woh­nung wurde indi­vi­du­ell gestal­tet und weist unter­schied­li­che Design­kon­zepte sowie hoch­wer­tige Aus­stat­tungs­va­ri­an­ten auf, dar­un­ter meh­rere Bade­zim­mer sowie beson­dere Ele­mente wie Jacuzzi und begrünte Dach­ter­ras­sen. Die Woh­nungs­trenn­wände wur­den mas­siv aus­ge­führt. In den Innen­räu­men kamen Sicht­be­ton­flä­chen, schwim­mende Hei­zestri­che und 2‑Schicht-Par­kett zur Anwen­dung. Wand- und Boden­be­läge wur­den jeweils pas­send zur Aus­stat­tung und Funk­tion der Räume ausgewählt.

Das Dach über dem Dach­ge­schoss wird als Flach­dach­kon­struk­tion mit einer exten­si­ven Begrü­nung ausgebildet.

Die Tief­ga­rage wurde für das Außen­an­la­gen­kon­zept abge­senkt um mit einer inten­si­ven Begrü­nung ver­se­hen, die einen flie­ßen­den Land­schafts­über­gang zum nörd­li­chen bestehen­dem Grün­raum ermög­licht. Die Tief­ga­ra­gen­de­cke wird für ein nach­hal­ti­ges Regen­was­ser­ma­nage­ment nach Erfor­der­nis mit einem Dros­sel­dach zur Regen­was­ser-rück­hal­tung ausgestattet.